Autor: Magnus

Werkstatt eingerichtet #001

Werkstatt eingerichtet #001

Nun habe ich auf unserem Grundstück eine Garage mit zwei anschließenden Schuppen. Einer etwas größer gut als Werkstatt zu nutzen und einen etwas kleineren als bspw. Fahrrad und Geräteschuppen. Also konnte ich mir nun meinen eigenen Traum von der eigenen Werkstatt erfüllen. Von Anfang an sei gesagt, dass diese Garage auch irgendwann abgerissen und neu errichtet werden muss, weil nicht jedes Jahr erneut Arbeit in die Dichtigkeit des Daches investiert werden kann. Die Garage ist schließlich von 1967 und hat noch Asbestwellplatten.

Also aus genannten Gründen wusste ich, dass nicht all zu viel Aufwand und Geld in meine erste eigene Werkstatt fließen sollte. Nahezu alles, was Stand jetzt verbaut wurde waren Abfälle von bspw. der Hausrenovierung und unseres Umzuges. Upcycling stand auch ganz oben auf der Liste der Art und Weise.

Die Arbeitsplatte welche die Werkbank darstellt inkl. Schraubstock waren noch von dem Voreigentümer vorhanden. Auch stand dort noch eine alte Küchenzeile und an der Wand hingen Hängeschränke. Alles von dieser Küche habe ich abgerissen, bis auf die beiden Schubladen und die Schubkästen aus den Hängeschränken.

 An den alten Platz der Küchenzeile wollte ich „Schwerlastregale“ haben. Bei unserem Obi gab es diese zum aktuellen Zeitpunkt für 20€ das Stück. Drei Stück passten bei mir an die Wand. Mit etwas gefummel und einem Gummihammer ging es ab dem zweiten Regal recht schnell voran. 

Für mein Werkzeug wollte ich schon immer mal eine Hängewand haben, an der alles seinen festen Platz hat. Das French Cleat System kam für mich nicht in Frage, weil es zu „aufwendig“ und zu Kostspielig für mich war. Also entschied ich mich für die Wand OSB Platten zu kaufen welche dann individuell behängt werden können.

Aus den alten Schubladen der Küchenzeile habe ich mir „neue“ Schubladen mit einem „stärkeren“ Schienensystem aus Altholz unter meine Arbeitsplatte geschraubt.

Und aus den Schubkästen habe ich mir eine Aufbewahrungsmöglichkeit für Schrauben gebaut. So sind die Schraubenpäckchen nicht andauernd im Weg und wenn man sie nicht mehr braucht kann man sie ganz einfach wieder außerhalb der Sichtlinie wieder verstauen.

Geplant ist nun noch ein Regal im 45 Grad Winkel um meine ganzen Proxxon Kästen direkt griffbereit hat und nach Benutzung einfach zu klappen kann, damit sie nicht einstauben.

Für die bessere Beleuchtung habe ich mir noch zwei Feuchtraumleuchten gekauft, welche dann demnächst noch montiert und verkabelt werden.

Folgende Dinge musste ich für dieses Projekt bereits kaufen:

  • OSB Platten: 30€
  • Feuchtraumleuchten: 20€
  • Schwerlastregale: 60€
  • 1Kg Schrauben: 5€

Somit kommen wir auf aktuelle Projektkosten von 115€. Und wenn man berücksichtigt wie praktisch mein System ist und wie häufig ich seit dem bereits Dinge in meiner Werkstatt erledigt und realisiert habe sind die Kosten für mich nicht weiter erwähnenswert.

Volkswagen Golf II 1.6D Postgolf #002

Volkswagen Golf II 1.6D Postgolf #002

Anfang August habe ich mir einen Golf 2 der deutschen Post gebraucht gekauft. Der sogenannte Postgolf ist als Lkw zugelassen und kostet somit nicht wie ein normaler Diesel Golf 600€ Steuern, sondern lediglich 90€ Steuern.

Der gelbe Flitzer hat dafür nur zwei Sitze und eigentlich ein Trenngitter zwischen Fahrerraum und Gepäckraum. Mein Postgolf wurde vom Vorbesitzer aber ohne Innenausstattung gekauft und hat eine gebrauchte von Ihm bekommen.

Von mir verbeamtet. Nun offiziell Schneckenpost.

1200€ habe ich bezahlt für einen 1.6l Diesel Golf mit 54 PS von 1987 und 70.000km abgelesen vom Tachometer. Ich sage abgelesen, weil der Golf nur einen fünf stelligen Kilometerzähler hat. Somit kann man nicht mit Sicherheit sagen wie viel Kilometer er tatsächlich gelaufen hat. Der Motor läuft aber sehr ruhig und rund und verbraucht bei meiner Fahrweise zwischen 4,5 und 5 Liter Diesel auf 100km.

Er hat ein paar unschöne Stellen im Lack bzw. Blech, weil der Vorbesitzer Steinschläge und Rost gesandstrahlt hat und lediglich mit Owatrol behandelt hat. Hier muss ich also noch bei und nachlackieren.

Ich bin sehr happy mit meiner neusten Anschaffung und habe dafür meinen im Unterhalt sehr teuren Mercedes 190E verkauft. Auf die Erlebnisse mit dem Pogo freue ich mich und halte euch auf dem laufenden.

Seminar zum Datenschutzbeauftragten #004

Seminar zum Datenschutzbeauftragten #004

Ende Mai habe ich in Hannover bei der Tüv Nord Akademie ein Seminar zur Weiterbildung als Datenschutzbeauftragten besucht. Das Seminar ging 4 Tage von Montag-Donnerstag mit anschließender Prüfung, zu der man sich gesondert anmelden konnte. Da ich in meinem Betrieb die Rolle als Datenschutzkoordinator übernehme brauchte ich eine qualifizierte Schulung.

Im Seminar selbst bekommt man direkt verklickert, dass man mit gesundem Menschenverstand keinerlei Befürchtung haben sollte die Prüfung nicht zu bestehen. Im Allgemeinen muss ich sagen, dass der Kurs an der Akademie sehr strukturiert und durchdacht geplant war. Es ist stets für genug zu Trinken gesorgt, sowie regelmäßige Pausen eingeplant. So gab es um 10:30 Frühstück um 12:45 Mittagessen und um 14 Uhr eine Nachmittagspause.

Der Dozent machte einen ordentlichen Eindruck gab stets vernünftige Praxisbeispiele, an denen man sich orientieren konnte und beschrieb die Folien stets mit eigenen Worten und ratterte sie nicht einfach runter. Auf Fragen wurde grundsätzlich immer sofort eingegangen.

Komplett bunt durcheinander gewürfelt waren die Teilnehmer. Von Global Big Playern wie der Thyssen Krupp bis hin zum kleinen selbstständigen Unternehmen war alles dabei. Auch Anwälte, welche sich zur Berufserweiterung fortbilden wollten, waren anwesend.

Auf die Prüfung am Donnerstagnachmittag waren wir alle durch Musterprüfungen sehr gut vorbereitet. Denn auch während der einzelnen Tage wurde immer wieder der Hinweis gegeben, wenn etwas Prüfungsrelevant sein könnte.

Nun warten alle Teilnehmer, die an der Prüfung teilgenommen haben, darauf ob ein großer Brief mit einem Zertifikat nach Hause kommt oder ober es kleiner Brief mit der Mitteilung des nicht Bestehens der Prüfung ist.

Für ich war diese Fortbildung ein voller Erfolg, auch wenn ich die Prüfung nicht bestanden haben sollte.

Leichtsinn und seine Folgen #003

Leichtsinn und seine Folgen #003

Gerade erst gestern ist mir wieder vor Augen geführt worden wie leichtsinnig manche Menschen mit Ihrem und das Leben anderer umgehen. Ich fahre täglich knapp 40 Kilometer zur Arbeit und wieder zurück und halte mich dabei stets an die Geschwindigkeitsbegrenzung zum einen, weil es Vorschrift ist und zum anderen, weil ich nicht unter Zeitdruck stehe. Auf dem Hinweg zur Arbeit habe ich keinen, weil ich früh genug aufstehe, um pünktlich zu sein und weil ich Gleitzeit habe und auf dem Heimweg habe ich keinen, weil ich Feierabend habe. Mir ist es lieber ich komme stets heil und gesund an, anstatt 5 Minuten früher mit dem Risiko gar nicht anzukommen.

Oft werde ich noch innerorts oder bevor die siebziger Zone aufhört überholt. Rücksicht dabei ob sie die Situation einschätzen können wird nicht genommen. So passiert es nicht selten, dass vor einer Kuppel oder einer Kurve der Überholvorgang eingeführt wird. Wenn Fahrer wie ich nicht bremsen würden aus Angst um die eigene Sicherheit hätte es schon oft in einem Frontalcrash oder einem Seitencrash geendet.

Meinetwegen könnt Ihr mit eurem eigenen Leben so leichtsinnig umgehen, in dem Ihr beim Fallschirmsprung erst in letzter Sekunde den Fallschirm öffnet oder klettern geht ohne Sicherung. Aber tut den Menschen da draußen, die nur sicher von A nach B kommen wollen, weil sie ihre Familie wiedersehen wollen den Gefallen und lasst diese Leichtsinnigkeit im Straßenverkehr wo ihr nicht nur euch sondern im schlimmsten Fall hunderte andere Menschen mit hinein zieht.

Gestern war folgende Situation:

Fünfziger Zone innerorts ich setze den Blinker links, um in meine Wohnstraße abzubiegen. Ich habe schon einen leichten Schlenker nach links gemacht, als ich aus dem Augenwinkel war nehme, dass das Licht hinter mir nun stärker sichtbar geworden ist. Zum Glück habe ich das Lenkrad nach rechts korrigiert denn genau in dem Moment schießt ein kleiner Fiat links an uns vorbei.

Wäre ich stumpf abgebogen hätte ich ihn in das Seitengrundstück gekickt und hätte einen wirtschaftlichen Totalschaden an meinem Auto gehabt. Und und und…

Ich habe sogar noch, weil ich gedacht habe es könne an mir liegen noch gecheckt ob mein Blinker funktioniert… und das tut er somit gibt es für diese A***** Aktion keine Ausreden.

Pen&Paper ROW #001

Pen&Paper ROW #001

Am 05.01.2019 war es soweit, unsere Pen&Paper Gruppe ROW traf sich zum ersten Mal, um gemeinsam in das Abenteuer Morrowind aufzubrechen. Ab 12 Uhr trafen wir uns, um gemeinsam die Charaktere zu erstellen. Um 15 Uhr starteten wir dann voller Tatendrang in unser Abenteuer/Verderben 😉

In Seyda Neen legte ein Schiff zur späten Mittagsstunde an. Geladen waren allerhand Handelswaren nebst Bier und Nahrung für die Taverne. Aber auch zwei Reisende waren mit an Board:
Eine weibliche Khajiit namens Naara samt Kurzbogen und ein männlicher Rothwardon namens Nail gerüstet mit einem Langschwert.

Sie sollten sich bei Ankunft bei einem ortskundigen Dunmer namens Magus Magnus melden, ein Magier samt Kurzschwert und Lederschild, welcher seit längerem bereits in Seyda Neen lebte.

Der Magier Magus Magnus wartete am Dock und als er unter den Reisenden den Kahjiit erblickte kam in ihm der erste abwertende Gedanke auf, denn Dunmer gaben sich für gewöhnlich nicht mit solch niederen Kreaturen ab. Nett und höflich begrüßte er den Rothwardon und stellte sich vor. Die Khajiit blickte er nur ganz kurz an und murmelte: „und du?“

Voller Übereifer und sehr zutraulich ignorierte die Khajiit die abwertende Haltung des Dunmer und stellte sich selbst vor: „Naara ist mein Name! Uns wurde gesagt wir sollten uns an dich wenden, um hier ein wenig herum geführt zu werden. Schick ist es hier!“

Magus Magnus rollte mit den Augen, denn er war jetzt schon mehr als genervt und sagte sich innerlich: „Und mit der soll ich es jetzt die nächsten Tage aushalten?“ Nach außen gab er: „Mh ja so ist es wohl… leider.“

Der Magier führte sie im Dorfe ein wenig umher zeigte Ihnen die wichtigsten Anlaufpunkte wie die Taverne von Elone die über dem Handelswarenladen von Arille lag und das Census Steueramt.

Die drei begaben sich abschließend in die Taverne und setzten sich an einen freien Tisch. In der Taverne war nicht sonderlich viel los. Lediglich ein stämmiger junger Nord lehnte an einer Wand er sah nicht sonderlich freundlich aus und eine Frau saß an einem anderen Tisch ihre Kapuze weit ins Gesicht gezogen. Elone spendierte uns drei Krüge Bier. Nail nippte etwas skeptisch an seinem während Magus einen großen Schluck nahm und sich anschließend den Schaum mit seinem Ärmel aus dem Bart wischte. Die Khajiit schaute verspielt umher.

Magus nahm sein Bier und ging zur Theke und sprach Elone auf den sich an der Wand anlehnenden Nord an. Sie gab als Antwort: „Ach der, er ist quasi Stammgast trinkt viel und ist auf Pöbel aus. Wenn ihr keinen Ärger wollt solltet ihr ihn eher meiden.“
der Magier gab seine Dankbarkeit über diese Information zu verstehen und gesellte sich wieder zu Nail und Naara an den Tisch. Er teilte seine gewonnene Info mit den beiden, worauf die Khajiit aufsprang direkt auf den Nord zuging und nichts besseres zu tun hatte als ihm ihr Bier anzubieten. Bei des Magiers erstaunen reagierte der Nord recht freundlich und leerte den Krug auf Ex. Naara gab noch ein kleines: „Zum Wohl, und einen schönen Tag noch“ von sich und kam erfreut wieder angestiefelt: „Ich weiß doch gar nicht was ihr habt der ist doch recht freundlich!“
Magus versank mit der Stirn in seiner Hand und echauffierte sich leise über die Dummheit aber auch das Glück des Khajiit.  

Genervt trank der Magier sein Bier in schnellen Zügen leer. Der Rothwardon tat ihm gleich. Beim Hinausgehen fragte Magus Elone nach abenteuerlicher Arbeit. Sie antwortete: „Hmm abenteuerliche… ich weiß nicht so recht. Hättet ihr jetzt gesagt Hafenarbeit. Ja aber abenteuerliche… wendet euch mal an das Census Steueramt vielleicht haben die etwas.“
„Vielen Dank Elone für die Informationen und das köstliche Bier“: antwortete Magus dabei stütze er sich leicht an seinen Stab, denn er merkte wie ihm das Bier zu Kopfe stieg.

Die drei verließen Elone’s Taverne durch Arilles Handelswarenladen und gingen auf direktem Wege zum Steueramt.

Das Gebäude sah eher aus wie ein Wohngebäude und würde nicht Census Steueramt in großen Buchstaben über der Tür stehen hätte man auch nicht erkennen können, dass es sich um eben dieses handelt. Sie traten ein. Vorweg Magus Magnus die anderen folgten. Sie betraten einen großen weitläufigen Raum, an dessen Ende ein Schreibtisch stand. An genau diesem saß ein älterer Kaiserlicher vertieft in Papierarbeit. Er schien keine Kenntnis davon genommen zu haben, dass jemand hereingekommen ist. Bis an den Tisch traten die drei bis der Kaiserliche den Kopf kurz hob ihn aber wieder direkt sank. „Guten Tag!“: sprach Magus. Wieder hob der Kaiserliche den Kopf und gab ein genervtes: „Hallo, wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“ von sich. „Wir suchen abenteuerliche Arbeit und Elone aus der Taverne schickte uns hier her.“ „Hmm abenteuerliche Arbeit jaja… Nun wir haben aktuell ein Banditenproblem kurz vor den Toren von Seyda Neen. Wenn ihr euch darum kümmert springen 100 Draken pro Person für euch raus.“ Magus blickte fragend in die Runde ob diese Arbeit den beiden zusagt.“

Mers-les-Bains #005

Mers-les-Bains #005

Der Norden Frankreichs sollte es diesmal werden um genau zu sein Mers-les-Bains.

Mers kannte ich schon durch zwei Urlaube mit meinen Eltern. Es ist ein kleines Städtchen direkt an der Küste inmitten von zwei Kreidefelsen. Damals hatten meine Eltern und ich jeweils eine Ferienwohnung. Diesmal wollten Karoline und ich im Bulli los.

Karoline war auch schon ganz neugierig durch meine Erzählungen aus den vergangenen Urlauben. Bevor es aber losgehen konnte mussten einige Dinge organisiert und erledigt werden. Wir hatten uns dazu entschieden das Geld was sonst in einen Campingplatz geflossen wäre in den Bulli zu investieren um „wild“ zu campen. So musste ein Stromwandler für die unverzichtbaren Elektrogeräte her. Ebenso musste die Toilettenfrage geklärt werden. Und da mir mein Navigationsgerät mal bei einem Einbruch in mein Bulli geklaut wurde, musste auch noch die Navigation geklärt werden. Der Stromwandler war gar kein Problem. Gekauft, festgeschraubt und angeschlossen und schon war die erste Aufgabe erledigt. Nachdem bei den örtlichen Händlern Porta Pottis deutlich zu teuer waren, plante ich einen Zwischenstop bei dem Megastore Obelink in Holland ein. Geplant war es dort eine Nacht auf dem Parkplatz zu verbringen, aber dazu später mehr. Im Netz habe ich nach Navigationsgeräten geschaut. Bis mir irgendwann die Idee kam evtl. mein kleines Netbook was bisher nur rumlag als Navi zu nutzen. GPS USB Antenne bestellt und Autoroute installiert.

Für das Laptop habe ich eine Laptophalterung für das Armaturenbrett gebastelt. Route eingetippt und los ging es auch schon. Nach einer entspannten Fahrt ohne Probleme und an die Gewöhnung an das Laptop Navi, standen wir abends am Obelink Parkplatz und mussten entsetzt feststellen, dass übernachten auf dem Parkplatz weder möglich noch erlaubt war. Also mussten wir uns einen anderen Platz zum übernachten suchen. Die Wahl fiel auf einen Campingplatz. Die Nacht war sehr teuer mit 32€ für 2 Personen. Aber da wir noch keine Boardtoilette hatten war es uns das wert eine Toilette in der Nähe zu wissen. Der Platz war ordentlich und auch gut besucht. Aber wirklich sehr teuer und es gab kein Klopapier auf den Toiletten… Zum Glück hatten wir welches für Notfälle eingepackt.

Die Nacht war am nächsten Tag schnell vorbei. Denn der Bulli wärmte sich durch das Fenster im Hochdach unter direkter Sonneneinstrahlung sehr schnell auf. Ein gemütliches Frühstück, die sieben Sachen gepackt und auf zum Obelink. Fünf Minuten nach Öffnung waren wir dort und der Parkplatz schon rappelvoll. Drinnen angekommen waren wir erstmal von der gewaltigen Größe erschlagen. Verteilt auf mehrere Hallen gab es alles was das Camper Herz begehrt und braucht. Auch Dinge wo man bis vor fünf Minuten noch gar nicht wusste das sie existieren bzw. das man sie braucht. Unsere Mission Toilette wurde auch noch einmal ausgebremst. Denn das Modell welches wir kaufen wollte war bis auf das Ausstellungsstück ausverkauft. So mussten wir uns mit einem etwas kleinerem Modell zufrieden geben. Nach 50 Kilometern fiel mir dann auch wieder ein was wir noch bei Obelink kaufen wollten was ich aber durch die gewaltige Größe vollkommen verdrängt hatte. Einen Campingduschbeutel wollten wir eigentlich auch noch kaufen.

Gut so mussten wir uns zum duschen etwas anderes einfallen lassen. Auf unserem weiteren Weg kamen wir durch Belgien und mitten in Belgien wollte auf einmal die Batterie nicht mehr laden. Meine Angst war groß, dass der Keilriemen für die Lichtmaschine weggeflogen sei. Ich hatte zwar einen Keilriemen dabei, wusste aber nicht ob es der richtige war, weil dieser mir mal bei einer Aufräumaktion in die Finger gekommen ist. Der Blick durch die Serviceklappe lies mich aber erleichtern. Damit ich nicht den Paulchen Fahrradträger und unsere Fahrräder abnehmen musste öffnete ich die Motorabdeckung von innen. Auch der Laderegler sah noch Top aus. Als ich dann auf die Idee kam ein bisschen mehr Licht zu machen, weil die Vorhänge zu waren, fiel mir auf, dass ein Kabel an der Lima ab war. Neuer Kabelschuh dran und weiter ging die Fahrt. An der französischen Grenze wurde es nochmal etwas skurril, denn die Autobahn wurde auf eine Spur zusammengeführt und kurze Zeit später runtergeleitet. Ich vermute diese Aktion ist eine Folge der schlimmen Anschläge in Frankreich und nicht zuletzt wegen Nizza.

Dieses grausame Ereignis war ja nicht mal zwei Tage vor unserem Urlaub geschehen. Die nächste Auffahrt konnte man auch direkt wieder auf die Autobahn drauf fahren.  Um 22 Uhr kamen wir dann endlich in Mers-les-Bains an. Die Sonne tauchte gerade Blutrot in das Meer ein. Karoline und ich machten noch einen Spaziergang auf den Kreidefelsen, um den Sonnenuntergang auch von dort begutachten zu können. Auf dem Kreidefelsen ist eine alte Bunkeranlage aus dem zweiten Weltkrieg.

Die erste Nacht haben wir in einer kleinen Einkaufsecke auf dem Parkplatz verbracht, weil uns auch allmählich der Sprit ausging und die Tankstellen alle nur mit Kartenzahlung funktionierten. Wir konnten aus dem Grund nicht tanken, weil unsere Konten leer waren… Denn wir dachten uns lieber Bargeld im Urlaub anstatt mit der Karte Gebühren zahlen zu müssen. Dem Problem mit dem leeren Konto konnten meine Eltern zum Glück entgegen wirken mit einer kleinen finanziellen Spritze in Form einer Überweisung. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle Manchmal seit ihr einfach mein letzter Ausweg, auch wenn ich diesen meistens nicht gerne wähle. Aber Danke Am nächsten Tag mussten Wasserschuhe her, denn Karo mochte den Steinstrand in Mers nicht Barfuss oder mit Badelatschen runterlaufen. Bei Intersport sind wir dann tatsächlich endlich fündig geworden. Also auf zum Wasser. Noch schnell ordentlich eingecremt und auf in das kühle Nass…

Boah wie ich das vermisst habe. Karo wollte den Tag noch nicht schwimmen was ich nicht so ganz verstehen konnte, denn zuhause fragt sie mich ständig ob ich mit ihr schwimmen gehen würde. Mittags gab es grundsätzlich klassisch französisches belegtes Baguette. Das konnte man mal eben schnell machen und auch mit an den Strand nehmen. Generell kann ich Mers-les-Bains und Umgebung nur empfehlen. Eine sehr schöne Gegend schöne alte Häuser und wunderschöne Natur. Das Wasser sollte angeblich 20 Grad warm sein… Davon war aber nichts zu fühlen Es war eher kälter. Die Lufttemperatur betrug während wir dort waren zwischen 30 und 35 Grad und auch abends gegen 22 Uhr waren es immer noch mindestens 25 Grad. Die zweite Nacht haben wir auf einem Parkplatz vor der Ferienwohnung geschlafen in der ich vor ca. 4 Jahren mit meinen Eltern war. Also quasi direkt am Wasser. Die Tage haben wir eigentlich immer mit dem selben Programm verbracht Sonnen, Schwimmen und Bummeln. Also das volle Entspannungspaket.

Für die zwei folgenden Nächte standen wir im Nachbarort Le Treport auf dem Kreidefelsen auf einem kleinen Stellplatz, welcher 6,10€ pro Nacht kostet. Man darf dort allerdings maximal 48h bleiben. Der Platz wird Kameraüberwacht und regelmäßig fährt die örtliche Gendarmerie vorbei. Obwohl man an einem der höchsten Orte steht wird es schön kühl sobald die Sonne hinter dem Kreidefelsen untertaucht. Wobei es dann im „Tal“ noch knapp 2-3 Stunden wärmer ist. Wir haben uns abends im Schatten des Bullis hingelegt und die Zweisamkeit genossen. Am zweiten Abend war ein holländisches Pärchen mit einem LT auf dem Platz welches uns freundlich dazu eingeladen hat uns neben sie zu stellen. Nach einigen Verständigungsproblemen haben wir uns auf Englisch geeinigt Nachdem sie in ihren LT verschwunden waren, kamen sie nach einer Zeit wieder raus und erzählten uns, dass wir ihren Platz haben könnten, denn sie hätten sich entschieden weiter nach Ibiza zu fahren. Es stellte sich heraus, dass die beiden das „Free Wild Life“ lebten. Noch ein paar Worte ausgetauscht und weg waren sie.

Schade denn der Abend zu viert wäre sicher toll geworden. Aber Leute die es weitertreibt soll man nicht aufhalten. Also „have fun!“ Die letzte Nacht waren wir wieder vor der gleichen Ferienwohnung wie in der zweiten Nacht. Am nächsten Morgen musste ich leider entsetzt feststellen, dass der Schrank unter der Spüle klitsch nass war… Der Abwasserschlauch war kaputt gegangen… Und so konnte das ganze Wasser in und unter den Schrank laufen. Also schonmal Küche ausbauen und Boden trocken legen auf die To Do Liste für zuhause gesetzt. Wieder nach einem gemütlichen Frühstück und einem abschließenden Küstenspaziergang ging es entspannt auf den nach Hause Weg. Alles lief erstmal wunderbar und unserer Bulli feierte sein Neuwagen Debüt. 

Hier ein kleines Video

 

 Aber nach nichtmal 40 Kilometern verabschiedete sich der Keilriemen für die Wasserpumpe und wir mussten mitten in Belgien auf den Standstreifen wechseln. Ja es war wieder Belgien. Nach ein paar Versuchen einen neuen Riemen (den ich von der Aufräumaktion hatte) aufzuhebeln, wurde mir das ganze kurz vor einer Ausfahrt zu gefährlich…   Ich entschied mich dafür die Autobahn langsam zu verlassen und auf einem Tankstellengelände anzuhalten. Dort legte ich den Riemen dann so wie es sich gehört auf. Unsicher ob es hielt machten wir vorsichtig ein paar Versuchsläufe… Zum Glück klappte nun alles.       Von nun an sind wir aus Sicherheit und Angst um den Keilriemen noch langsamer gefahren als sonst. Wir wollten einfach nur noch nach Hause und ohne weitere Panne voran kommen. Deshalb packte mich der Ehrgeiz und ich fuhr bis 1:30 Uhr durch bis wir zuhause waren. Rückblickend werde ich das nie wieder machen Und nun nach einem super tollen Urlaub heißt es Schadensbehebung.

Aber davon wann anders mehr.

Vielen Dank mein Schatz für diesen bisher besten Urlaub den ich hatte. Ich freue mich auf jeden Weiteren mit dir! Und danke dafür, dass du mich unterstützt hast und einen kühlen Kopf behalten hast, auch wenn ich kurz davor war in Belgien die Beherrschung zu verlieren :-*

An der Nordseeküste #004

An der Nordseeküste #004

Urlaub angesagt! Und somit beginnt das große Packen und Grübeln was alles mit muss. Für solche größeren Unternehmungen hatte ich ja bereits auf dem Midsummer Bulli Festival angefangen eine Packliste in Excel zu schreiben. Diese wurde nun um einiges erweitert…

Aber zum Glück schon im voraus und nicht so wie beim letzten Mal als es zu spät war. Plötzlich vielen einem sogar banale Dinge ein wie Küchenrolle oder eine Drahtbürste für den Grill. Ich bin am überlegen meine Packliste mal hier hochzuladen, sodass auch vielleicht du etwas findest was unabdingbar für deine Tour ist, aber dir vielleicht noch nicht eingefallen war. Mal abgesehen von dem was alles gepackt werden musste, so war auch noch einiges am Bulli zu machen. So habe ich bspw. endlich den Wasserhahn repariert und auch die Frischwasserpumpe ausgetauscht. Also gibt es ab nun auch Frischwasser aus der eigenen Leitung. Der Luftfilter musste nun nach über 15.000 Kilometern auch endlich mal neu gemacht werden. Für einen Ölwechsel war leider erst nach dem Urlaub wieder Geld so musste dieser erstmal warten.

Nachdem unsere Köpfe vom denken was alles gebraucht wird am qualmen waren, kamen wir zu dem Entschluss, dass wir langsam alles hätten aber Kleinigkeiten ja auch immer noch unterwegs gekauft werden könnten. Schnell nochmal fix geschaut ob der Reifendruck Ölfüllstand und Gasmenge stimmt und ab ging die Fahrt gen Norden.

Und Norden kann man hier doppelt sehen. Im einem die Himmelsrichtung Norden, aber im anderen Sinne auch die Stadt Norden. Denn das war unser erstes Ziel für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Geplant war es dort vor einem Schwimmbad die erste Nacht zu verbringen. Auf dem Weg an die Nordsee regnete es teilweise sehr stark! Der Scheibenwischer quälte sich bei höchster Schnelligkeit die Scheibe frei zu halten. Aber im inneren unseres Bullis war es warm und schön. Bei einem selbst zusammengestellten Mixtape hatten wir gute Laune und ließen uns diese nicht vom Wetter verderben.

Je näher wir der See aber kamen desto klarer wurde der Himmel und schon bald strahlte die Sonne mit uns um die Wette. Das Gefühl in den Urlaub zu fahren und sich um nichts zuhause kümmern zu müssen ist awesome!

In Norden angekommen ging es gleich erstmal noch ein Stück weiter nach Norddeich. In Norddeich ist ein Hafenbecken direkt an der Nordsee. Gegen eine nicht gerade teure Gebühr kann man dort direkt parken und hat es nicht weit über den Deich. Auf dem Deich und an der angrenzenden Wiese ist das Drachensteigen erlaubt und viele nutzen dieses Angebot auch. Diesmal ist mein Drache aber im Kofferraum geblieben und hat vergebens auf seinem Einsatz gewartet.

Ich genoss die Seeluft mit meiner Freundin. Ein kleiner Bummel noch durch die Nordener Fußgängerzone wobei ich den Laden von U.S Willy wärmstens empfehlen kann. Von außen ein kleines schnuckeliges Geschäft. Aber von Innen Klamotten alt und neu auf mehr als 3×40 Metern. Eine ewige Schlange aus Jacken Hosen und Schuhen auch einige Exoten sind dabei.

Nachdem dann doch etwas ausgiebiger gewordenen Bummel ging es dann auf den Parkplatz des Schwimmbades. Ein Platz auf dem man hinter Schranken für eine kleine Gebühr übernachten kann. Dieses Mal schien eine Art Rummel vor Ort gewesen zu sein und deshalb wurde der normale Autoparkplatz auch zum campen genutzt. Schnell trat wieder ein bekanntes Problem auf. Eine Toilette muss her. Also zum Schwimmbad gegangen, was zum Glück noch offen war und das Örtchen benutzen. In meinem Kopf spielt langsam der Gedanke an ein Porta Potty.

Zum Abendbrot gab es lecker Nudeln in einer Tomatensoße mit Wurstscheibchen. Hmmm war das lecker. Fix ging es dann auch schon ins warme gemachte Bettchen denn es war schon dunkel und garantiert schon halb 11. Ab in den warmen Schlafsack Bettdecke drüber und schön zusammen kuscheln. Nicht lang und wir schliefen ein. Irgendwann weckte mich meine Freundin und sagte mir, dass sie wieder aufs Klo müsse. :-O ich hatte sie extra gefragt bevor wir uns hingelegt hatten ob sie nochmal gehen wolle. Sie meinte aber groß, dass sie es bis zum nächsten Tag aushalten würde wenn wir eh ins Schwimmbad gehen würden. Aber sie ging wenigstens alleine raus in die Kälte und ich konnte im Warmen bleiben. Gefühlt verging eine Ewigkeit die ich so da lag und darauf wartete, dass sie wieder kam. Bis ich dann endlich die Schiebetür wieder hörte und sie schon bald wieder neben mir lag.

Verdattert sagte sie mir, dass es erst 22:30 sei. Wie früh mussten wir dann ins Bett gegangen sein? Wir dachten ja da schon, dass es halb 11 sei. Darüber das ich im warmen bleiben konnte, hatte ich mich wohl zu früh gefreut denn meine bessere Hälfte meinte ihre Eisig kalten Hände und Füße an mir aufzuwärmen :-O Ein kleiner Plausch noch und bald waren wir wieder eingeschlafen.

Am nächsten Morgen war es eisig im ganzen Bulli. Ich opferte mich und stieg aus dem Schlafsack um eine heiße Schokolade zu kochen. Gegen 10 Uhr sind wir dann in das Salzschwimmbad gegangen. Das warme Salzwasser tat sehr gut auf der Haut und auch die Rutschparty in der Wasserrutsche machte viel Spaß. Nach einer ausgiebigen Dusche ging es dann zurück zum Bulli Sachen packen und auf nach Bensersiel.

In Bensersiel war ich mit 5 Jahren das erste Mal. Damals mit meinem Großeltern zusammen und deren Wohnmobil. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Bensersiel hat einen Campingplatz von über 3km Länge direkt am Strand und noch vor dem Deich. Mit dem Bulli ist das campen sehr einfach…

Ankommen, zusehen das man nicht zu schief steht. Strom anschließen oder ggf. Gasflasche aufdrehen Fenster zuhängen und fertig. Wenn das Wetter dann noch Bombe ist wird vielleicht noch ein kleiner Tisch und 2 Campingstühle rausgestellt.

Am ersten Tag in Bensersiel haben wir gar nicht mehr so viel gemacht, außer Lebensmittel eingekauft und das schöne Meer bzw. das Watt genossen wenn das Wasser gerade mal nicht da war. Am Freitag war Karfreitag und somit hatten die Geschäfte geschlossen. Trotzdem mussten wir tanken fahren, denn im Tank war kaum noch was drin und die Nacht war zu kalt um die Zusatzheizung nicht anzumachen. Den Rest des Tages haben wir mit kleinen Spaziergängen am Wasser und mit lesen und DS spielen verbracht, denn leider war der Tag verregnet und nebelig.

Am Samstag fassten wir den Entschluss nach Esens bummeln zu fahren und auf jeden Fall einen Heizlüfter zu kaufen, denn trotz Schlafsack und extra Decke drunter und drüber war es mitten in der Nacht doch sehr frisch. Wir dachten uns, wenn wir schon den extra Strom zahlen, dann könnten wir diesen auch richtig ausnutzen und einen Heizlüfter mit Temperaturregler kaufen, damit wir nicht den teuren Diesel verheizen.  Die Sonne knallte den ganzen Tag und so holten wir die Campingstühle raus und setzten uns vor den Bulli.

An diesem Tag habe ich das Buch der Orangetrotter fast zu Ende gelesen. Die Geschichte, die die Beiden erlebt und aufgeschrieben haben liest sich extrem gut und spannend.


Am Abend musste ich doch dann glatt feststellen, dass ich fast einen Sonnenbrand hatte :-O Aber eben nur fast 
Wir gönnten uns den Luxus im Urlaub mittags und abends warm zu essen und so konnte ich mir schöne Dinge zum Essen einfallen lassen. Mittags gabs einen Salat und abends leckere Chicken Nuggets in einer warmen dicken Soße zum dippen dazu Reis.


Mir persönlich macht das Kochen auf dem kleinen Gas Feld jede Menge Spaß. Generell kochen macht Spaß, aber im Bulli kriegt halt alles nochmal den kleinen aber feinen extra Touch.


Das Wetter war sogar so gut, dass ich meinen Drachen doch noch rausgeholt habe und eine ihn eine kleine Runde steigen lassen habe. Das Spezi von Paulaner zum Abend rundete den schönen Tag ab.

Am Ostersonntag war es leider wieder sehr windig, sodass man die Sonne nur in Zügen genießen konnte, aber rechtzeitig wieder rein in den warmen Bulli musste bevor man Kopf oder Ohrenschmerzen bekam. Aber auch durch das Dachfenster von dem Westi schien die Sonne auf uns herab. So habe ich den vormittag damit verbracht das Buch „Augenblicke einer Weltreise“ zu Ende zu lesen. Zu gern wäre ich dabei gewesen und hätte es aus nächster Nähe selber erfahren. Wer weiß vielleicht beginnt bald eine ähnliche Reise für uns *-*


Zu Ostern habe ich eine kleine Überraschung von meinen Eltern bekommen. Das Buch vom „Kiez zum Kap“ in dem 2 Freunde den Entschluss fassen mit einem T3 Synchro mit Klappdach von Hamburg dem Kiez bis nach Südafrika Kapstadt dem Kap zu fahren. Über den Film der den gleichen Namen wie das Buch trägt habe ich bisher nur negatives gehört. Bspw. dass es in dem Film mehr um die Liebe zu dem Fußballverein FC St. Pauli geht und weniger um die Reise und den T3. Aber ich muss sagen in dem Buch kommt das Reisefieber gut rüber. Es ist gut beschrieben wie und was die beiden erleben und die Liebe zum Fußball nur ein vielleicht zweimal erwähnt. Erstaunlich ist was diese beiden zum Schluss alles geleistet hatten. Das Buch fesselte mich so, dass ich es am gleichen Tag noch durchgelesen hatte.

Ob der Preis gerechtfertigt ist? Darüber lässt sich streiten es ist in einer ziemlich großen Schriftart geschrieben und enthält auf jeder Seite mindestens 2 Bilder, die die Hälfte der Seite einnehmen. Aber es sind schöne Bilder, die dem Text noch einen extra Geschmack an Reiselust verleihen. Nun war ich aber an einem Punkt an dem ich keine Lektüre mehr hatte :-O und es war noch viel Urlaub vor uns!

Ich verbrachte die Zeit mit meiner analogen Spiegelreflexkamera draußen und lösten den Auslöser immer öfter aus. Die Leute schauten ein wenig verwundert wenn ich den Film wieder spannte und zum neuen auslösen ansetzte. Ich glaube einige haben schon lange keine analoge Fotografie mehr gesehen.
Bei meiner Tour entdeckte ich einen roten California Westfalia T3, von dem mir die Webadresse der IG-T3 entgegen lächelte. Auch wir sind in der IG-T3 vertreten. Da ich niemanden am California ausmachen konnte schrieb ich eine kleine Nachricht und klemmte diese unter den Scheibenwischer. Später kam Christian dann zu uns und plauderte mit mir Schöne Grüße an dieser Stelle! Wie klein doch die Welt ist, dass man überall gleichgesinnte kennen lernt. Der Montag wurde mit vielen Kleinigkeiten gefüllt. Am Dienstag ging es dann auch schon wieder Richtung Heimat. Unser Kurzurlaub sollte zu Ende sein und mit jedem gefahrenem Kilometer wurde die Fernweh größer wir würden gerne länger bleiben.

Auf dem Rückweg wollten wir noch einen kleinen Abstecher nach Lüneburg machen. Lüneburg kenne ich wie meine Westentasche. Mein Hintergedanke war: ich brauchte neuen Lesestoff. Während wir so fuhren viel uns auf, dass unser Navi eine andere Uhrzeit ansagte als unsere Uhren im Bulli. Wir hatten tatsächlich die Uhrenumstellung verpennt. So entspannt waren die Tage Und nun hat uns der Alltag schneller zurück als gedacht. Und während ich das hier schreibe bekomme ich wieder Reiselust.

Vielen Dank an Karo die wundervollste Freundin die man sich wünschen kann. Danke, dass du allen „Scheiß“ mitmachst und ich nachher sogar noch dafür auf die Schulter geklopft bekomme.

Vernetzung #002

Vernetzung #002

In einer Welt in der fast jeder ein Handy/Smartphone hat in der auf mobilen Geräten Spiele, Messenger und andere Anwendungen laufen. In der jeder Besitzer eines solchen Gerätes quasi ein ganzes Büro/Entertainment Center mit sich schleppt. Denken immer alle nur an die Vorteile die diese Dinger mit sich bringen. Klar auch ich sehe positives an der heutigen Vernetzung aber überdenke mal wie “abhängig“ fast jeder 2te auch heute schon ist. Das vibrieren eines Handys oder klingeln auch nur ein einfaches leuchten einer LED versetzt uns automatisch in das Verlangen, nachzusehen wer oder was uns da etwas mitteilen will…

Im Unterbewusstsein warten wir immer auf ein Zeichen von unseren Geräten. Wenn wir mal keine Antwort bekommen oder etwas nicht so funktioniert wie wir es wollen, reagieren wir emotional. Das Ganze geht über Wut bis hin zur Trauer.

Wenn ich mitbekomme das ein Mitmensch die Ganze Zeit an seinem Handy sitzt und in Whatsapp am schreiben ist und gleichzeitig in Facebook mit anderen schreibt und zusätzlich am besten noch ein Spiel spielt. Verstehe ich nicht ganz was diese Person in der „Außenwelt“ will. Wenn die Augen die ganze Zeit nur auf dieses kleine Display gerichtet sind weil wieder wer einen tollen Spruch wie: „Lebe jeden Tag so wie als wenn es dein letzter wär!“ teilt. Dann tue mir doch bitte einen gefallen wenn du so eine Person bist.

Pack dein Handy einfach mal bei Seite klicke nicht bei diesem Bild auf gefällt mir! Das Leben passiert um den Rand deines Handys und nicht im inneren.

So Technik begeistert wie ich auch bin aber momentan muss ich immer mehr an den Film „Wall-e der letzte räumt die Erde auf“ denken. Daran wie die Menschen in ihren schwebe Stühlen sich über einen Videochat unterhalten, obwohl sie direkt nebeneinander sitzen. Wie sie gar nicht registrieren, dass sie die Möglichkeit haben einen Pool zu nutzen. Für mich ist es momentan einfach zu viel, wie Technik immer mehr uns Menschen auffrisst und uns nicht mehr loslässt! Deshalb habe ich für mich entschieden mich von mindestens 1 Sozialmedia Plattform zu trennen. Ich möchte gar nicht bewirken, dass man Technik ganz aufgibt oder sich ganz und gar von ihr trennt, aber ich möchte einen Schritt wieder mehr ins Leben machen. Mach mit und du wirst merken, dass Leben ab und zu einfach mal ohne Handy zu genießen und Erinnerungen einfach mal für sich zu behalten und sie nicht auf Facebook oder Instagram zu teilen. Oder ihn hochkant auf einem Foto zu speichern und es sich nie wieder anzusehen bzw es verloren geht, wenn das Handy mal wieder spinnt oder die Speicherkarte verloren geht.

Lebe dein Leben und begrenz es nicht auf ein Gerät was in die Hosentasche passt.

Falls ihr euch wundert, was und warum ich das hier geschrieben habe:
Ich wollte mir einfach mal Luft machen und evtl ein paar Leuten einen Gedankenanstoß geben.

Midsummer Bulli Festival 2015 #003

Midsummer Bulli Festival 2015 #003

Vom 18-21.06.2015 war das Midsummer Bulli Festival 2015 auf Fehmarn.

Lange habe ich drauf hin gefiebert und nun war es endlich soweit. Über Facebook habe ich von einem sogenannten Midsummer Run erfahren. Ein geplanter Konvoi bestehend aus Bullis aller Typen. Vom T1 bis zum T5 war alles dabei. Doch bevor es losgehen konnte musste ich mir Gedanken machen, was ich alles brauche und wie ich es am besten mitnehmen kann.

Schnell war klar, was es zum Essen geben sollte und der Einkaufswagen quoll nur so über. Ein bisschen hier von und ein bisschen davon. Natürlich ist auch die Kleidungswahl ein Punkt den man gut planen sollte. Da ich öfter schon auf Fehmarn war wusste ich, dass der Zwiebellook die beste Wahl sein würde. Denn auf Fehmarn ist es immer windig! Aber mal mega warm und im nächsten Moment regnerisch eklig. Beim packen lieber immer 2 mal nachdenken, ob man alles hat und nicht so wie bei mir, wo man dann vor Ort nach und nach bemerkt, was man vergessen hat.

Aber dazu später mehr. Beim Run nach Fehmarn hatten wir leider nicht das tollste Wetter. Immer wieder ergoss sich der Himmel über uns. Unsere Laune ließ sich davon aber nicht beeinflussen. Vor Ort bekamen wir unsere Bändchen die Karte für das Auto und eine kleine aber feine Merch Tüte mit Lesestoff und Aufklebern.

Das Wetter beruhigte sich am nächsten Tag und rasch schien dann die Sonne mit voller Kraft auf uns herunter. Bulli Festival Feeling pur! Den ganzen Tag bzw. das ganze Wochenende chillen, so muss das Nun zu meinen Patzern Nr.1 waren Kissen. Die Kissen lagen noch zuhause auf dem Bett. Also war auf zusammen gelegten Decken schlafen angesagt. Nr. 2 Kurze Hose ist beim Foto machen gerissen wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn mir in genau dem Moment nicht eingefallen wäre: Mist deine langen Hosen hängen noch zuhause auf der Leine.

Also Fahrräder geliehen und am nächsten Tag auf nach Burg Hose kaufen. Nr.3 Regenjacke – zwar dran gedacht aber hängen lassen. Um dem ganzen in der Zukunft vorzubeugen habe ich mir schnell eine Excelliste gezaubert in der nun alles aufgenommen wird, was gefehlt hat.

Um es nochmal auf den Punkt zu bringen. Jedes Treffen ist auf seine Art und weise einzigartig und super

Das Land in dem der Bulli fast rückwärts rollt #002

Das Land in dem der Bulli fast rückwärts rollt #002

Das Land von dem in der Überschrift die Rede ist, ist das Siegerland.

Als Kind war ich schon oft dort um Verwandte zu besuchen und fand auch schon damals das Serpentinen fahren mega spaßig. Auf dem Weg dort hin habe ich einige Interessante Fahrzeuge gesehen, wie zum Beispiel ein altes Amerikanisches Transportfahrzeug mit umgebauten Container hinten drauf. Dieser fuhr mit knapp 50 km/h auf dem Seitenstreifen eine Steigung hinauf. Mein Bulli schaffte es noch gerade so mit 80 km/h. Die LKW Fahrer aber fanden das nicht so toll. Nur was soll ich machen schneller ging es nicht.

Von der Autobahn runter musste ich ganz aus dem Tal auf insgesamt 500m über Null, durch die ganzen kleinen verwinkelten Straßen. Auf Straßen wo 70 erlaubt war, konnte ich mit gerade mal 30 km/h hoch kraxeln. Man konnte die Fahrt mit einer Achterbahn vergleichen, ganz langsam hoch und mit Ach und Krach wieder herunter. mein Bulli ging ganz schön in die Seitenlage aber schlug sich tapfer und kam überall dort hin wo ich hin wollte.

Nur einen geeigneten Platz zum schlafen zu finden ist vor Ort echt schwierig. Immer steht man auf einer Seite schief. Aber es ließ sich eine einigermaßen vernünftige Position finden.

Dennoch obwohl der Bulli, meine Freundin und ich an unsere Grenzen gestoßen sind, fahren wir im Sommer noch einmal hin und genießen die schöne und ruhige Lage.

Das war’s mal wieder von mir. Eine schöne Woche noch